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Bericht in der Lie-Zeit 9.02.2017:

"Erstmals wurde eine Patientin mit einem Herzinfarkt in die neue Klinik in Bendern eingeliefert. Das Kardiologie-Team von Medicnova behandelte den Herzinfarkt der Frau aus Liechtenstein erfolgreich. Sie befindet sich nun auf dem Weg der Besserung. Die Zusammenarbeit mit der Rettung funktionierte reibungslos.

Bei einem Herzinfarkt zählt jede Minute. Das Kardiologie-Team der Medicnova Privatklinik übernahm diese Woche erstmals eine Herzinfarkt-Patientin und nahm umgehend einen minimalinvasiven Kathetereingriff mit Stent-Implantation vor.

Durchgeführt wurde der Eingriff von den Kardiologen Dr. Werner Benzer und Dr. Johannes Jehle. Die Patientin ist bereits wieder beschwerdefrei und befindet sich auf dem Weg der Besserung. Nun folgt der nahtlose Übergang zur kardialen Rehabilitation, welche ebenfalls in der Medicnova Privatklinik durchgeführt werden kann.

Kurze Wege und Reaktionszeiten

«Dank der kurzen Wege und Reaktionszeit konnten wir die Patientin sehr rasch behandeln. Neben dem Zeitfaktor sind bei einem Herzinfarkt zudem ein reibungsloser Ablauf und Informationsfluss im Netzwerk mit der Rettung wichtig. Das hat bei diesem Fall hervorragend funktioniert», so Dr. Johannes Jehle.

Bei der behandelten Patientin waren plötzlich starke Brustschmerzen aufgetreten. Daraufhin hatte sie sofort die Rettung des Liechtensteinischen Roten Kreuzes (Telefon 144) alarmiert. Die verantwortliche Notärztin diagnostizierte mittels Elektrokardiogramm einen Herzinfarkt. Die Rettung kontaktierte umgehend Medicnova, welche die nächstgelegene Klinik mit dem für die Herzinfarkt-Behandlung erforderlichen Herzkatheterlabor ist.

Bereits über 100 Patienten behandelt

Seit der Betriebsaufnahme Mitte Januar wurden rund 100 Patienten in der Medicnova Privatklinik behandelt. Als Novum in Liechtenstein konnten – nebst der Herzinfarktbehandlung – bereits weitere kardiologische Eingriffe, wie zum Beispiel die Implantation von Herzschrittmachern, erfolgreich durchgeführt werden. «Dieses Angebot ist neu für Liechtenstein und wir sind glücklich, dass wir der Bevölkerung damit eine wichtige medizinische Leistung direkt vor der Haustüre anbieten können», sagt Medicnova-Direktorin Anita Basu."

 

Beitrag am 5.09.2016 im Vaterland:

Neues Medizinisches Angebot in Liechtenstein
Medicnova_Privatklinik_Kardiologen
Die Kardiologen Dr. Werner Benzer (links) und Dr. Johannes Jehle (Foto: Erich Marxer)

"An der Medicnova Privatklinik in Liechtenstein wird ein Fachbereich für Herz-Kreislauf-Krankheiten aufgebaut. Der Fachbereich Kardiologie und kardiologische Rehabilitation wird von Priv.-Doz. Dr. med. Werner Benzer aufgebaut und geleitet.
Vaduz. 

Für die Klinikdirektorin Anita Basu ist klar, dass mit dem Fachbereich für Herz-Kreislauf-Krankheiten an der Medicnova Privatklinik die kardiologische Versorgungssituation im Einzugsgebiet Liechtenstein-Rheintal deutlich verbessert wird. Patientinnen und Patienten mit einer akuten Herzerkrankung erhielten dank der kurzen Anfahrtswege zur Klinik eine Abklärung und Behandlung mit geringstmöglicher Zeitverzögerung, sodass schwerere Folgeschäden abgewendet werden könnten. Chronisch kranke Herzpatienten müssen für ihre Behandlung keine weiten Wege mehr auf sich nehmen.


Aufgebaut und geleitet wird der neue Fachbereich von Priv.-Doz. Dr. med. Werner Benzer. Er ist Facharzt für Innere Medizin – Kardiologie, Sport- und Präventivmedizin. Dr. Benzer hat über 25 Jahre operative Berufserfahrung in der Kardiologie. Er war bis 2015 ärztlicher Leiter der Abteilung für interventionelle Kardiologie am Landeskrankenhaus Feldkirch (Österreich). Er betreibt in Feldkirch auch eine kardiologische Privatpraxis und wird nach der Betriebsaufnahme in der Medicnova Privatklinik als Belegarzt tätig sein.

Dr. Johannes Jehle wird ebenfalls als Belegarzt im Fachbereich Kardiologie tätig sein. Er ist Facharzt für Kardiologie und Facharzt für allgemeine Innere Medizin. Vor seiner Praxisgründung in Vaduz im Jahr 2013 war Dr. Jehle am Deutschen Herzzentrum in München als interventioneller Kardiologe tätig. Medicnova nimmt Anfang 2017 ihren Betrieb auf. (ts)"

 

Beitrag am 8.04.2016 im Vaterland:

Wenn das Herz in Not gerät (Vortrag von DDr. Johannes Jehle beim 98. Mittwochsforum der Liechtensteinischen Ärztekammer)

(Mediziner Johannes Jehle erklärte, was bei einem Herzinfarkt im Körper geschieht und wie man reagieren sollte; Foto: Daniel Ospelt) 
"Das Herz, seine Gefährdung und der Einsatz der interventionellen Kardiologie waren das Thema des 98. Mittwochforums der Ärztekammer. Referiert hat Dr. Johannes Jehle, das Besucherinteresse war riesengross.
Schaan. 

Der kleine Saal im SAL war bis auf den letzten Platz besetzt. Johannes Jehle, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie mit eigener Praxis in Vaduz, wies auf die Bedeutung des Herzens hin, das ein Leben lang ohne Unterbruch pumpen und schlagen muss. Besonders wichtig sind dabei die Koronararterien, die Ernährungsgefässe links und rechts des Herzens. Wenn sie nicht gesund sind oder zu wenig durchblutet werden, wird es für den Menschen gefährlich. Herzerkrankungen gehören immer noch zu den häufigsten Todesursachen.

Praktische Beispiele

Anhand zweier praktischer Beispiele aus Liechtenstein erläuterte Johannes Jehle, wie interventionelle Kardiologie angewendet wird. Er schilderte den Fall eines 48-Jährigen, der mit Brustschmerzen in seine Praxis kam.

Anhand eines EKGs wurde rasch deutlich, dass der Mann einen Herzinfarkt erlitten hatte und sofort in ein Herzkatheterlabor gebracht werden musste.

Der zweite Fall betraf eine 60jährige Frau, die seit Wochen beim Aufwärtsgehen eine starke Enge in der Brust spürte. Bei ihr wurden ein Belastungs-EKG und ein Ultraschall angefertigt.

Beide Ergebnisse zeigten auf, dass zwar kein akuter Notfall, aber Durchblutungsstörungen der Koronararterien vorlagen.

«Alle Arten von Ablagerungen in den Arterien sind gefährlich», meinte Johannes Jehle. Das können Fettablagerungen sein oder auch Plaques aus Kalk, Cholesterin und anderen Materialien. Sie brechen ab, fliessen eine Weile mit dem Blut und verstopfen dann plötzlich die Gefässe.

Im akuten Fall ist das rasche Handeln lebensnotwendig, denn ohne Durchblutung sterben die Herzmuskelzellen ab.

Wo früher grosse Operationen nötig waren, reichen heute oft interventionelle kardiologische Methoden.

Dabei wird über den Arm oder die Lende eine Art Schlauch bis zum Herzen geführt und die Plaqueteile werden abgesaugt oder bei Bedarf mit einem Bohrer «wie beim Zahnarzt» weggefräst.

Anschliessend werden die Engstelle aufgeblasen und ein Stent eingesetzt, der davor genau ausgemessen und angepasst wurde. Damit soll die Engstelle durchgängig bleiben. Die Materialien dieser Stents sind unterschiedlich, es kann eine Art metallener «Maschendrahtzaun» sein, er kann eine spezielle Beschichtung haben, mit Medikamenten bestückt sein oder aus einem Material gefertigt sein, das sich nach einigen Monaten selbst auflöst. (agr)"